Wird diese Nachricht nicht richtig dargestellt, klicken Sie bitte hier.
Newsletter 06-2020

Liebe Leser*innen,

ein turbulentes Jahr, das die meisten von uns in besonderer Weise gefordert hat, geht zu Ende. Auch SÜDWIND musste sich an die Pandemie anpassen und reagieren. Viele Projekte waren und sind betroffen, einige besonders schwer: So organisierten wir mit unseren Partner*innen in Ecuador –erstmals in der Geschichte von SÜDWIND –Humanitäre Hilfe. Die Gewerkschaftsmitglieder vor Ort waren so stark von den Auswirkungen von COVID-19 betroffen, dass schnell gehandelt werden musste.
Gut, dass wir dabei auch auf die Expertise unserer neuen Geschäftsführerin Ulrike Dufner zurückgreifen konnten.

Diese und andere Hürden hätten wir vor allem aber ohne Unterstützung nicht nehmen können: Unsere Mitglieder, Spender*innen, Praktikant*innen, Unterstützer*innen und unser Vorstand machen SÜDWIND aus. Ihnen allen gilt unser besonderer Dank.

Zum Jahresende können wir an dieser Stelle noch einmal besonders viele Neuerscheinungen vorstellen. Lektüre für den Lockdown.

Wir wünschen Ihnen für Weihnachten und das neue Jahr nur das Beste.
Bleiben Sie frohen Mutes

Ihr SÜDWIND-Team



Neue Publikationen


Studie: Chinas Neue Seidenstraße - Zwischen Angst und Hoffnung im Globalen Süden

Im Jahr 2013 verkündete der chinesische Prä­sident Xi Jinping die Entstehung einer „Belt and Road Initiative“ (BRI), um die regionale Verbundenheit für eine bessere Zukunft auszubauen. Inspiriert von der legendären 6400 km langen Seidenstraße, die seit der Antike das Reich der Mitte mit Europa verband und die nicht nur der Handel mit Seide prägte, bezeichnete er die BRI als Neue Seidenstraße. Die BRI wurde von Beginn an als ein ehrgeiziges Projekt zur Ankurbelung des internationalen Handels und der Investitionsströme angekündigt. Inzwischen besteht aber auch kein Zweifel daran, dass mit Hilfe der Neuen Seidenstraße nicht nur wirtschaftliche, sondern auch geopolitische und militärische Ziele erreicht werden sollen. China ist eine aufstrebende globale Macht geworden. Die Neue Seidenstraße hat schon jetzt erhebliche Aus­wirkungen auf den Globalen Süden. Die Volksrepublik China blickt auf eine erstaunliche Erfolgsgeschichte infolge der neoliberalen Globalisierung zurück. Denn wie viele andere Länder des Globalen Südens hatte das Land nach dem zweiten Weltkrieg mit großen strukturellen Problemen und hohen Armutsraten zu kämpfen. Heute gehört China allein aufgrund seiner Größe zu den wichtigsten Volkswirtschaften weltweit. Die Neue Seidenstraße ist ein wichtiges Instrument, diese Entwicklung weiter voranzutreiben – nicht ohne Risiken – gerade für den Globalen Süden.

Bestellen | Download


Fact Sheet: Der Globale Süden am Scheideweg der Neuen Seidenstraßen

Die Volksrepublik China blickt auf eine erstaunliche Erfolgsgeschichte infolge der neoliberalen Globalisierung zurück. Denn wie viele andere Länder des Globalen Südens hatte das Land nach dem zweiten Weltkrieg mit großen strukturellen Problemen und hohen Armutsraten zu kämpfen. Heute gehört China allein aufgrund seiner Größe zu den wichtigsten Volkswirtschaften weltweit. Die Neue Seidenstraße ist ein wichtiges Instrument, diese Entwicklung weiter voranzutreiben – Nicht ohne Risiken – gerade für den Globalen Süden.

Bestellen | Download


Fact Sheet: Rohstoffe für Handys und Co.: Zinnabbau in Indonesien

Zinn ist im Handy als Lötzinn enthalten. Jedes kleine Bauteil ist auf die Leiterplatte mit einer winzigen Menge Zinn aufgelötet. Nach neuen Berechnungen finden sich etwa 0,64g Zinn in einem Smartphone.

Teilweise stammt dieses aus Indonesien. Dort, auf den „Zinninseln“ Bangka und Belitung, verwandelt der Zinnabbau Regenwälder und Felder in zerklüftete Kraterlandschaften. Immer wieder werden Menschen in den Zinnminen verschüttet.
Der Abbau am Meeresboden zerstört wertvolle Korallenriffe und gefährdet die Existenz zahlreicher Fischer.

Bestellen | Download


Fact Sheet: Rohstoffe für Handys und Co.: Kupferabbau in Sambia

Kupfer leitet Strom, ist gut formbar und beständig. 6,61 g Kupfer befindet sich nach neuen Erhebungen in einem Smartphone. Verbaut ist das Metall in den Leiterbahnen und auf der Leiterplatte. Als besonders guter Stromleiter ist Kupfer also aus der Elektrotechnik nicht wegzudenken.

In Sambias Kupfergürtel führten die Umweltfolgen des gestiegenen Abbaus jedoch zu zahlreichen Erkrankungen der vor Ort lebenden Bevölkerung. Die Gewinne des Kupferbooms blieben durch niedrige Abgaben und eine Praxis der Steuer­vermeidung aber vor allem bei den internationalen Unternehmen.

Bestellen | Download


Studie: Wo(rin) wir stehen: Kommunale Beschaffung von Sicherheitsschuhen mit ökosozialen Kriterien

Inwiefern ist die öffentliche Beschaffung von Schuhen, bei der soziale und ökologische Kriterien einbezogen werden, in den letzten Jahren in Bewegung geraten? In welchen Bereichen tritt sie auf der Stelle? Inwiefern wurde sie bezüglich ihrer Ziele durch die Covid-19-Pan­demie sogar zurückgeworfen? Wie steht es insbeson­dere um die bekannten sozialen und ökologischen Missstände in den Wertschöpfungsketten?

Zu diesen Fragen gibt diese Studie eine aktuelle Orientierung.

Bestellen | Download


Fact Sheet: Nötig, möglich, wirksam: Kommunale Beschaffung von Arbeits- und Sicherheitsschuhen mit ökosozialen Kriterien

Wer Arbeits- und Sicherheitsschuhe trägt, braucht verläss­liche Informationen: Bis zu wie viel Grad sind sie feuerfest? Welchen Druck- und Stoßeinwirkungswiderstand hat die Kappe? Sind die Schuhe leitfähig? Schützen sie mich gegen Chemikalien, und gegen welche? Um diese und viele weitere Fragen zu beantworten, helfen insbesondere die Kennzeich­nungen nach den Normen DIN EN ISO 20345 (Sicherheits­schuhe) und DIN EN ISO 20347 (Berufsschuhe).

Nicht gekennzeichnet ist jedoch meist, unter welchen Bedingungen diese Schuhe hergestellt wurden.
SÜDWIND möchte mit dieser Publikation Kommunen zur nachhaltigen Beschaffung verhelfen.

Bestellen | Download


SÜDWIND-Blog

Neben den neuen Publikationen sind auch auf dem SÜDWIND-Blog viele neue, spannende Artikel erschienen:
Über die sexualisierte Gewalt, die viele indische Saisonarbeiterinnen erleben müssen, hat die derzeitige SÜDWIND Praktikantin Clara Köhne geschrieben. Weiterhin freuen wir uns über einen Gastbeitrag vom Next Economy Lab: Ulla Puckhaber und Tanja Brumbauer schreiben über ihr Seminar zu Postwachstumskonzepten.


Menschenrechtliche Sorgfaltspflichten


Lieferkettengesetz: Letzte Chance für Einigung im Bundeskabinett in diesem Jahr verpasst 

Im Koalitionsvertrag ist es vereinbart, 2/3 der Bevölkerung befürworten es, zahlreiche Unternehmen sind dafür, die Kirchen fordern es deutlich ein. Und dann soll der bessere Schutz von Mensch und Umwelt an der Blockadehaltung EINES Ministers scheitern? Beim Lieferkettengesetz ist es immer noch nicht zu einer Einigung zwischen Arbeits- und Entwicklungsministerium auf der einen und dem Wirtschaftsministerium auf der anderen Seite gekommen. Damit wurde in diesem Jahr auch die Chance verpasst, in der letzten Bundeskabinettssitzung Eckpunkte zum Gesetz zu beschließen. Bundeskanzlerin Angela Merkel sicherte in einer Fragerunde im Bundestag zu, dass sie sich „täglich über den Stand der Gespräche“ erkundige. Doch, dass sie den Prozess endlich in die Hand nimmt und das Wirtschaftsministerium in seiner Blockadehaltung bremst, ist bislang nicht zu erkennen. Klar ist: Die Gespräche gehen weiter und öffentlicher Druck ist erforderlich. Arbeitsminister Heil fordert nun, dass die Streitpunkte Anfang Januar in einer Spitzenrunde mit Bundeskanzlerin Merkel und Vizekanzler Scholz beigelegt werden. „Wann heißt es endlich Menschenrechte, Umweltschutz und Verantwortung #MadeInGermany?“ fragt die Initiative Lieferkettengesetz in diesem Video, das bei Facebook und bei Twitter oder von der Plattform Youtube geteilt werden kann. Die Argumente, die seitens der Gegner*innen einer starken Regulierung immer wieder vorgebracht werden, basieren leider oft auf Fehlannahmen. Ein neues Argumentationspapier legt dar, welche guten Gründe für ein Lieferkettengesetz sprechen.


SÜDWIND unterstützen!


Online einkaufen und SÜDWIND unterstützen: www.gooding.de

Online einkaufen hat in diesen Tagen eine neue Bedeutung bekommen – jetzt besteht auch die Möglichkeit, währenddessen und ohne Mehrkosten SÜDWIND zu unterstützen. Der Online-Einkauf über Gooding und für SÜDWIND funktioniert einfach: Die Vereinsseite besuchen, einen von 1.800 Shops auswählen und wie gewohnt einkaufen. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Herzlichen Dank für die Unterstützung!


Natürlich besteht die Möglichkeit uns auch direkt mit einer Spende zu unterstützen:

JETZT SPENDEN

Termine



MITMACHEN


Seit 30 Jahren engagiert sich SÜDWIND für wirtschaftliche, soziale und ökologische Gerechtigkeit weltweit. Anhand von konkreten Beispielen zu Missständen decken wir ungerechte Strukturen auf. Dabei verbinden wir unsere Recherchen mit entwicklungspolitischer Bildungs-und Öffentlichkeitsarbeit und tragen Forderungen in Kampagnen, Gesellschaft, Unternehmen und Politik. SÜDWIND arbeitet gemeinnützig und unabhängig. Finanziert wird SÜDWIND aus Zuschüssen, Einnahmen aus Auftragstätigkeiten sowie Mitgliedsbeiträgen und Spenden. Werden auch Sie jetzt Mitglied.

MITGLIED WERDEN

KONTAKT


SÜDWIND e.V.
Kaiserstraße 201                                                                       
53113 Bonn
Tel.: +49 (0)228-763698-0
Fax: +49 (0)228-763698-22

E-Mail: info@suedwind-institut.de
Website: www.suedwind-institut.de

Ihre Daten sind uns wichtig. Sie bekommen diesen Newsletter, weil Sie mit unknown@noemail.com angemeldet sind. Sie können den Newsletter jederzeit hier abbestellen

Gefördert aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes durch Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst, durch den Evangelischen Kirchenverband Köln und Region und die Evangelische Kirche im Rheinland.