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Newsletter 01-2021

Liebe Leser*innen,

man muss die Feste feiern wie sie fallen, heißt es und bei SÜDWIND nehmen wir uns das dieses Jahr zu Herzen. Denn – der Pandemie zum Trotze – begehen wir unser 30-Jähriges Vereinsjubiläum.

Wissenschaf(f)t Gerechtigkeit – unter diesem Motto steht dieses besondere Jahr. Bald werden Sie an dieser Stelle mehr dazu erfahren.

Doch bevor es zu den gewohnten Newsletter-Inhalten geht, muss gesagt werden, dass das Jahr des Jubiläums auch viele Herausforderungen mit sich bringt. So zeichnet sich bereits nach einem Jahr Corona ab, dass die Zahl der arbeitenden Kinder weltweit wieder steigt. Ein Schwerpunkt unserer Arbeit wird daher darin liegen, diesen traurigen Trend zu bekämpfen.

Helfen Sie uns dabei! 3 x 30 neue Mitglieder stellen diesen Arbeitsfokus auf sichere Beine
                                  
Eine spannende Lektüre wünscht Ihnen
Ihr SÜDWIND-Team


Neue Publikationen


Musterpräsentation zu Handys

Mit der Handyaktion NRW rufen SÜDWIND und Partner*innen dazu auf, Sammelaktionen für gebrauchte Mobiltelefone mit Bildungs- und Informationsarbeit zu sozialen und ökologischen Herausforderungen in der Smartphoneproduktion zu verbinden. Multiplikator*innen steht nun eine aktuelle Musterpräsentation zur „Wertschöpfungskette von Mobiltelefonen und Handyaktion NRW“ zur Verfügung, die für eigene Vorträge verwendet und angepasst werden kann.
In den Notizenseiten sind Ausführungen und weiterführende Lesehinweise zu finden.

Download hier.


Policy Brief

„Wie kann die Verarmung der Arbeiter*innen im Schuh- und Ledersektor im Lichte der Covid-19-Rezession umgekehrt werden?“ Diese Frage hat SÜDWIND – gemeinsam mit INKOTA und der indischen Partnerorganisation CIVIDEP – dazu veranlasst, einen Policy Brief zu verfassen. Fazit: Die Schuh- und Lederbranche wird aufgefordert, ihren menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten gerecht zu werden. Risiken von Menschenrechtsverletzungen müssen auf allen Stufen der Lieferketten geprüft werden. Politische Entscheidungsträger*innen im Deutschen Bundestag und in der EU müssen die Pflicht von Unternehmen mit wirksamen Gesetzen verbindlich festlegen. In Deutschland muss u.a. beschlossen werden, dass und ab wann das kommende Sorgfaltspflichtengesetz auch die Verantwortung kleiner und mittelständischer Unternehmen aus Hochrisikoindustrien wirksam regelt.

Der Policy Brief kann hier heruntergeladen werden.


SÜDWIND-Blog

Niemand ist sicher, wenn nicht alle sicher sind“, schreibt Pedro Morazán zuletzt auf dem SÜDWIND EU-Afrika Blog. Was er meint ist der Impf-Nationalismus, der dazu führt, dass wichtige Initiativen wie Covax unterfinanziert bleiben und die ärmsten 85 Länder eventuell erst 2023 anfangen können, ihre Bevölkerung zu impfen.

Außerdem erwarten Sie auf dem SÜDWIND-Blog spannende Beiträge über die Beziehungen zwischen China und der EU und über den Stoff, aus dem die Träume sind. Oder besser gesagt: Das Material in dem wir träumen.


Menschenrechtliche Sorgfaltspflichten


Lieferkettengesetz: Letzte Chance für Einigung im Bundeskabinett in diesem Jahr verpasst

Nach monatelang anhaltendem Streit um Inhalte wurde zum Lieferkettengesetz zwischen Arbeits-, Entwicklungs- und Wirtschaftsministerium endlich eine Einigung erzielt. Der Weg hin zu gesetzlich verbindlichen Unternehmensverantwortung ist damit – zumindest für sehr große Unternehmen - geebnet.
Der Entwurf schaffe „Recht, aber keine Gerechtigkeit“ kommentierte Dr. Ulrike Dufner in unserem Pressestatement zur Einigung. Denn der Entwurf sieht keine zivilrechtliche Haftung vor, die Betroffenen eine bessere Grundlage bieten würde, vor deutschen Gerichten Entschädigung für einen entstandenen Schaden zu erlangen.
Ein weiterer, sehr drängender Nachbesserungsbedarf im Entwurf: Vollumfänglich müssen Unternehmen nur für ihren eigenen Geschäftsbereich und die direkten Zulieferer menschenrechtliche Verantwortung übernehmen. Bei dahinterliegenden Stufen der Wertschöpfungskette müssen sie nur reaktiv, d.h. bei konkreten Hinweisen auf Missstände, tätig werden. Das entspricht nicht dem internationalen Standard der UN-Leitprinzipien, die nicht ohne Grund Unternehmen auffordern, eine Risikoanalyse für die gesamte Lieferkette vorzunehmen und sich den größten Problemen, auf die sie Einfluss nehmen können (z.B. Kinderarbeit auf Plantagen oder im Bergbau), auch als erstes zu widmen. Ausführlichere Einblicke in die Inhalte der Einigung, dringliche Nachbesserungsbedarfe und nächste Handlungsschritte gibt Fachpromotorin Eva-Maria Reinwald im Podcast Fokus Globus.


SÜDWIND unterstützen!


Online einkaufen und SÜDWIND unterstützen: gooding

Online einkaufen hat in diesen Tagen eine neue Bedeutung bekommen – jetzt besteht auch die Möglichkeit, währenddessen und ohne Mehrkosten SÜDWIND zu unterstützen. Der Online-Einkauf über Gooding und für SÜDWIND funktioniert einfach: Die Vereinsseite besuchen, einen von 1.800 Shops auswählen und wie gewohnt einkaufen. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Herzlichen Dank für die Unterstützung!


Natürlich besteht die Möglichkeit uns auch direkt mit einer Spende zu unterstützen:

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Termine


+++ 10.03.: Webseminar: Fast Fashion auf der Seidenstraße – Wie verändert Corona die globale Textilproduktion?
+++ 13.3.: Zwangsarbeit in Xinjiang - Die Unterdrückung der Uigur*innen und die Verantwortung europäischer Unternehmen  Der Workshop findet im Rahmen der (digitalen) Eine-Welt-Landeskonferenz NRW am 13.03.2021 von 10:30-12:00 Uhr statt.
+++ 15.4.: Online Veranstaltung: Afrika, China und Europa: zwischen Abhängigkeit, Konkurrenz und Kooperation

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Seit 30 Jahren engagiert sich SÜDWIND für wirtschaftliche, soziale und ökologische Gerechtigkeit weltweit. Anhand von konkreten Beispielen zu Missständen decken wir ungerechte Strukturen auf. Dabei verbinden wir unsere Recherchen mit entwicklungspolitischer Bildungs-und Öffentlichkeitsarbeit und tragen Forderungen in Kampagnen, Gesellschaft, Unternehmen und Politik. SÜDWIND arbeitet gemeinnützig und unabhängig. Finanziert wird SÜDWIND aus Zuschüssen, Einnahmen aus Auftragstätigkeiten sowie Mitgliedsbeiträgen und Spenden. Werden auch Sie jetzt Mitglied.

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E-Mail: info@suedwind-institut.de
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Gefördert aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes durch Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst, durch den Evangelischen Kirchenverband Köln und Region und die Evangelische Kirche im Rheinland.